
Politische Bildung will zur Auseinandersetzung mit Politik anregen und Orientierung innerhalb der Gesellschaft geben. Sie hat das Ziel, Bürgerinnen und Bürgern im Sinne einer lebendigen und von möglichst vielen Menschen gestalteten Demokratie politische Kompetenz zu vermitteln. In diesem Zusammenhang wird der politischen Jugendbildung eine große Bedeutung beigemessen. Die Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte ist wesentlicher Bestandteil der politischen Bildung. Sie wird durch die Gedenkstätten im Land unterstützt, die an die Zeit des Nationalsozialismus erinnern oder Einblicke in das politische System der DDR ermöglichen sollen.
In Mecklenburg-Vorpommern widmen sich zahlreiche öffentliche und freie Träger der politischen Bildung. Sie alle wirken mit der Landeszentrale für politische Bildung (LpB) zusammen. Die Landeszentrale fördert die politische Bildung, deren Grundlage seit 2006 das Weiterbildungsgesetz ist. Die in diesem Zusammenhang geförderten Träger, deren Arbeit die Landeszentrale unterstützt, bilden das institutionelle Grundgerüst der politischen (Weiter)Bildung im Land, die auf überparteilicher Grundlage erfolgt.
Die Landeszentrale organisiert eigene Veranstaltungen und stellt Publikationen und Materialien bereit. Zu den Trägern politischer Bildung gehören auch die politischen Stiftungen: das Bildungswerk Mecklenburg-Vorpommern in der Heinrich-Böll-Stiftung, die Friedrich-Ebert-Stiftung, die Friedrich-Naumann-Stiftung, die Konrad-Adenauer-Stiftung und die Rosa-Luxemburg-Stiftung. Auf dem Gebiet der politischen Jugendbildung außerhalb des Unterrichts sind neben den im Landesjugendring Mecklenburg-Vorpommern zusammengeschlossenen Jugendverbänden zahlreiche weitere Vereine, Projekte und Initiativen sowie die Jugendorganisationen der politischen Parteien aktiv.