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Mecklenburg-Vorpommern / MV tut gut


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Gleichstellung

Rein juristisch sind Frauen und Männer in Deutschland heute nahezu gleichgestellt. Ihre Lebenswirklichkeiten und Bedürfnisse unterscheiden sich jedoch. Mecklenburg-Vorpommern hat deshalb Gleichstellungspolitik und Gender Mainstreaming zur Querschnittsaufgabe aller Politikfelder erklärt und tritt so für eine reale Chancengleichheit von Frauen und Männern in unserem Land ein.

Zahlen belegen, dass Frauen gegenüber Männern in der Realität oft noch benachteiligt sind oder Chancen nicht gleichermaßen nutzen. Besonders signifikant sind diese Unterschiede in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Arbeitsmarkt: Mädchen können beispielsweise auf die besseren Leistungen in der Schule verweisen. Rund 54 Prozent der Abiturienten in Mecklenburg-Vorpommern sind weiblich. Mit zunehmender Qualifikation jedoch sinkt der Frauenanteil: Er betrug 2010 unter den erfolgreichen Hochschulabsolventen 52 Prozent, bei den Promotionen noch 46 Prozent, bei den Professuren aber nur 16 Prozent. Frauen sind in höherem Maß von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen und verdienen im Schnitt erheblich weniger als Männer. Das hat auch niedrigere Sozialleistungen bzw. eine geringere Rente zur Folge.

Die Gründe sind vielgestaltig. So entscheiden sich viele Mädchen auch heute noch für typische "Frauenberufe" zum Beispiel in Handel und Gastgewerbe oder im sozialen bzw. pädagogischen Bereich. Diese Tätigkeiten sind wichtig für das Funktionieren unserer Gesellschaft, bieten aber wenig Karrierechancen und werden traditionell schlechter entlohnt als beispielsweise Tätigkeiten im naturwissenschaftlich-technischen oder handwerklichen Bereich. Hinzu kommt, dass die Zuständigkeit für Kindererziehung und Familie nach wie vor eher bei den Müttern angesiedelt ist – für berufstätige Frauen eine Mehrbelastung, die große berufliche Pläne schnell schrumpfen lässt.

Mit verschiedenen gesetzlichen Regelungen und vielen weiteren Maßnahmen setzt sich die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern aktiv für mehr Chancengleichheit ein. Explizit verankert ist die Frauenförderung zum Beispiel im Landeshochschulgesetz. Zudem verfügt Mecklenburg-Vorpommern über ein modernes Gleichstellungsgesetz für den öffentlichen Dienst. Die entsprechenden politischen und gesellschaftlichen Ziele formuliert die Landesregierung seit 2000 in der Gleichstellungskonzeption.

Eine wichtige Kraft der Frauen- und Gleichstellungspolitik im Land sind Frauenvereine und –gruppen. Die meisten von ihnen haben sich unter dem Dach des Landesfrauenrates Mecklenburg-Vorpommern e.V. zusammengeschlossen.

Ausführliche Informationen zur Lebenssituation von Frauen und Männern in Mecklenburg-Vorpommern sowie zu Gender Mainstreaming und Gleichstellungspolitik erhalten sie im Internet auf den Seiten des Ministeriums für Arbeit, Gleichstellung und Soziales des Landes unter: www.sm.regierung-mv.de.


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