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Frauen und Männer


Zum Jahresende 2009 lebten in Mecklenburg-Vorpommern 818.119 Männer und 833.097 Frauen. Der Anteil der Frauen an der Bevölkerung ist rückläufig. Seit 1991 hat er sich von 51,3 auf heute 50,4 Prozent verringert. Ein wesentlicher Grund ist die Abwanderung: Trotz Zuzügen verlor das Land zwischen 1991 und 2009 etwa 138.000 weibliche gegenüber rund 103.000 männlichen Einwohnern. Besonders hoch ist der Wanderungsverlust bei Frauen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren.

Etwa die Hälfte der Männer und Frauen ist verheiratet. 2009 gaben sich 10.493 Paare das Ja-Wort – fast doppelt so viele wie 1991, dem Jahr nach der Wiedervereinigung Deutschlands. Allerdings wurden 2009 auch 3.221 Ehen im Land geschieden. 13.014 Babys erblickten 2009 in Mecklenburg-Vorpommern das Licht der Welt.

Die Lebensbedingungen von Frauen und Männern unterscheiden sich. Ein Indiz dafür ist schon allein die Lebenserwartung: Ein heute geborener Junge wird ein Alter von durchschnittlich 74 Jahren, ein Mädchen von rund 81 Jahren erreichen. Ausdruck einer strukturellen Ungleichheit zwischen den Geschlechtern sind die finanzielle Situation und die unterschiedliche Stellung von Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt. So verdiente ein vollzeitbeschäftiger Angestellter im Produzierenden Gewerbe und Dienstleistungsbereich im ersten Quartal 2010 2.592 Euro brutto pro Monat (einschließlich Sonderzahlungen), eine vollzeitbeschäftige Angestellte hingegen nur 2.434 Euro.

Ähnlich unproportional verhält es sich bei den Karrierechancen: Zum Beispiel stellen Frauen im Land zwar 82 Prozent der Lehrkräfte an den allgemein bildenden Schulen, aber nur zu 70 Prozent auch den Schulleiter. An den Gymnasien unterrichten überwiegend Frauen (73 Prozent) die Schülerinnen und Schüler, doch geleitet werden Gymnasien zu fast zwei Dritteln (64 Prozent) von Männern. An den Hochschulen sind nur 13 Prozent der Professoren weiblich. (Angaben des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern vom März 2007).

Generell neigen Frauen nach wie vor zu einer Tätigkeit im Dienstleistungsbereich. Unter den Erwerbstätigen in den zukunftsträchtigen naturwissenschaftlich-technischen Berufen beläuft sich ihr Anteil bislang auf etwa ein Viertel. Auch in den demokratischen Gremien sind Frauen unterrepräsentiert: Frauen stellen derzeit nur 17 der 71 Abgeordneten im Landtag, was knapp einem Viertel aller Mandate entspricht. In den Kommunalparlamenten sind sie mit einem Anteil von 23 Prozent vertreten.

Die Gleichstellungspolitik in Mecklenburg-Vorpommern engagiert sich für die gleichberechtigte Teilhabe von Männern und Frauen am Leben in der Gesellschaft und für den Abbau von Benachteiligungen. Grundlage der Gleichstellungspolitik ist das Konzept des Gender Mainstreamings. Demnach sollten politische Entscheidungen immer auch daraufhin überprüft werden, wie sie sich geschlechtsspezifisch auswirken.

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Mecklenburg-Vorpommern / MV tut gut