
In Mecklenburg-Vorpommern lebten Ende 2009 rund 329.600 Kinder und Jugendliche. Insgesamt entsprach dies einem Anteil von rund 20 Prozent an allen Einwohnern. Seit 1991 hat die Zahl der Kinder und Jugendlichen deutlich abgenommen, insgesamt um 48,7 Prozent.
Jugendliche in unserem Land gestalten die Gesellschaft aktiv mit. Mecklenburg-Vorpommern gehört zu den Bundesländern, in denen junge Menschen bereits mit 16 Jahren bei den Kommunalwahlen abstimmen dürfen. Darüber hinaus mischen sie auch an anderer Stelle in der Politik mit: So ermöglicht zum Beispiel die Initiative "Jugend im Landtag" den jungen Leuten, eigene Ideen zu entwickeln, Landespolitiker kennenzulernen und sich mit ihnen auszutauschen. Auch durch Initiativen wie die landesweite Jugendkampagne "Prora 10" engagieren sich Jugendliche für Demokratie und Toleranz im Alltag.
Bildung bedeutet für junge Menschen Zukunft. Allerdings liegt das Bildungsniveau in unserem Land gegenwärtig noch unter dem Bundesdurchschnitt: Bei der Abiturientenquote, also dem Anteil von Abiturienten an einem Geburtsjahrgang, erreichte Mecklenburg-Vorpommern nach Angaben des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2009 einen Anteil von 40 Prozent. Ein starker Rückstand ergab sich bei der Quote für die Fachhochschulreife mit einem Anteil von 3 Prozent. Die Gesamtzahl der Studienberechtigten lag demnach im Land bei 7.200. 4.377 Jugendliche (34 Prozent) beendeten das Schuljahr 2009 mit der Mittleren Reife.
Ein wichtiges Anliegen der Landespolitik ist es, den Anteil von Schulabbrechern deutlich zu reduzieren und die Quote der Hochschulzugangsberechtigten auf das bundesweite Niveau zu steigern. Grundsätzlich soll es für alle Kinder und Jugendlichen eine Chancengleichheit beim Zugang zu Bildung geben. Im Rahmen von mehr Selbständigkeit für die Schulen soll deren Qualität weiterentwickelt und die Schüler möglichst individuell gefördert werden.
Bereits heute ist Mecklenburg-Vorpommern mit seiner hohen Quote der betrieblichen Ausbildung in der Wirtschaft unter den neuen Bundesländern Spitzenreiter. Und: Gut ausgebildete Jugendliche haben auch einen besseren Stand auf dem Arbeitsmarkt. Vor dem Hintergrund der deutlich sinkenden Zahl an Schulabsolventen wird sich unter den Betrieben der Wettbewerb um geeigneten Nachwuchs spürbar verschärfen: Im Jahr 2010 haben nur noch rund 10.500 Jugendliche die allgemeinbildenden Schulen verlassen - 1996 waren es noch knapp 30.000.
Ein dichtes Netz von Trägern der Jugendarbeit und Jugendhilfe setzt sich aktiv für Jugendliche in unserem Land ein. Die Vereine und Verbände unterstützen bei sozialen Problemlagen, unterbreiten Freizeitangebote oder beraten zu Fragen der Berufsorientierung. Viele von ihnen haben sich unter dem Dach des Landesjugendrings Mecklenburg-Vorpommern vereint. Er betreibt unter anderem den Landesjugendserver – ein Portal mit Informationen rund um das Thema Jugend in MV.