
In Mecklenburg-Vorpommern leben immer mehr Senioren. Während 1991 noch etwa 11 Prozent der Bevölkerung unseres Landes 65 Jahre und älter waren, lag der Anteil Ende 2010 bei 22,1 Prozent. Gleichzeitig stieg die Lebenserwartung: Sie liegt in Mecklenburg-Vorpommern gegenwärtig für einen Mann, der 65 Jahre alt ist, bei knapp über 80 Jahren. Eine 65-jährige Frau wird durchschnittlich etwas über 84 Jahre alt – das sind rund fünf Jahre mehr als noch 1989.
Prognosen besagen, dass der Anteil der Älteren in den kommenden Jahren weiter zunehmen wird. 2020 sollen bereits 25 Prozent der Einwohner älter als 65 Jahre sein. Gründe dafür sind neben der höheren Lebenserwartung die Abwanderung junger Menschen und sinkende Geburtenzahlen.
Der demografische Wandel ist eine Herausforderung für die Gesellschaft und die Sozialsysteme in Deutschland: Viele Senioren wollen ihren Alltag aktiv gestalten. Das setzt eine entsprechende Infrastruktur voraus, die auch helfen soll, Isolation und Einsamkeit vorzubeugen. Häufig sind alte Menschen auf Hilfe und medizinische Pflege angewiesen. Sie wird in Mecklenburg-Vorpommern durch ein modernes Gesundheitswesen mit knapp 40 Krankenhäusern und rund 60 Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen gewährleistet. Durch Vernetzung und Zusammenarbeit wird dieses System perspektivisch immer mehr auf die Bedürfnisse der älter werdenden Gesellschaft in unserem Flächenland zugeschnitten.
Ziel der Seniorenpolitik in Mecklenburg-Vorpommern ist die aktive Teilhabe Älterer am gesellschaftlichen Leben. Das Landesprogramm "Älter werden in Mecklenburg-Vorpommern" soll dazu beitragen, älteren Menschen ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben in Mecklenburg-Vorpommern zu ermöglichen, die Integration der älteren Generation in die Gesellschaft zu fördern und die Senioren noch stärker in die Gesellschaft einzubinden. Im Rahmen des Landesprogramms sind Fragen nach der Gestaltung von Lebensräumen für und mit älteren Menschen von zentraler Bedeutung. Dabei spielen Themen wie altengerechtes Wohnen und Mobilität im Alter eine wichtige Rolle. Beispiele für eine gelungene Umsetzung sind das Altenparlament Mecklenburg-Vorpommerns, die Seniorensportspiele oder die Ausbildung von Seniorentrainern, die zunächst 2002 als Bundesmodellprojekt startete und im Anschluss 2006 vom Land fortgeführt wurde. Die Aus- und Weiterbildung der Trainer organisiert als Bildungsträger der Landesring Mecklenburg-Vorpommern des Deutschen Seniorenringes e.V.