
Sozialverbände vertreten die Interessen breiter Bevölkerungsgruppen. Sie leisten Lobbyarbeit, begleiten politische Prozesse und engagieren sich für eine solidarische Gesellschaft. In vielen Kommunen sind sie Träger von Jugendeinrichtungen, Begegnungsstätten oder Behinderten- und Altenpflegeeinrichtungen. Sie organisieren Freizeitangebote, Reisen und Bildungsveranstaltungen und geben Bürgerinnen und Bürgern in anerkannten Beratungsstellen Orientierung und Rat.
Das ehrenamtliche Engagement von Bürgern ist eine wesentliche Arbeitsgrundlage der Sozialverbände. Als Dienstleister, die Aufgaben in der freien Wohlfahrtspflege übernehmen, sind die Verbände teils aber auch bedeutende Arbeitgeber. So hat allein der Landesverband der Volkssolidarität Mecklenburg-Vorpommern e.V. rund 2.900 hauptberufliche sowie über 5.000 ehrenamtliche Mitarbeiter. Er erreicht als Träger von Kindertagesstätten, Jugendeinrichtungen und Seniorenheimen alle Altersgruppen. Mit rund 50.000 Mitgliedern im Land wird die Volkssolidarität von einer breiten Basis in der Bevölkerung unterstützt.
Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) deckt ein breites Spektrum der Sozialarbeit, der Jugendhilfe und des Gesundheitswesens ab. Der AWO-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. hat über 5.900 Mitglieder und beschäftigt etwa 5.400 Menschen.
Viele Verbände machen sich für eine bestimmte Gruppe stark. So vertritt zum Beispiel der Sozialverband VdK, der in unserem Land rund 5.500 Mitglieder hat, die Interessen älterer und behinderter Menschen. Die Sozialarbeit der Evangelischen Kirchen wird von der Diakonie geleistet. Für das Diakonische Werk Mecklenburg-Vorpommern e.V. arbeiten derzeit rund 11.000 Menschen. Die Caritas Mecklenburg e.V. betreibt als Sozialdienst der Katholischen Kirche unter anderem Alten- und Pflegeheime, ambulante Beratungsstellen sowie Sozialstationen und hat rund 900 Mitarbeiter. Für das Diakonische Werk und die Caritas sind der christliche Glaube und damit verbundene Werte, wie Nächstenliebe, die Grundlage ihrer Sozialarbeit.