
Stadtbusse, die mit Erdgas fahren, Photovoltaikanlagen auf Kirchendächern oder öffentliche Gebäude, die ihren Energiebedarf aus regenerativen Quellen speisen: In Mecklenburg-Vorpommern gibt es zahlreiche Projekte zum Klimaschutz.
Zu den Vorhaben, die mit Hilfe des Umweltministeriums realisiert werden konnten, gehört die Energieversorgung im Natur- und Umweltpark Güstrow. Sie erfolgt ausschließlich aus regenerativen Quellen und umfasst den Einsatz von Sonnenenergie und Wärmepumpen für die Strom- und Wärmeversorgung des Parks. Darüber hinaus spielen die technischen Anlagen zur Energiegewinnung auch im Bildungskonzept eine wichtige Rolle: Besucher können zum Beispiel einer Photovoltaikanlage beim "Stromerzeugen" zusehen.
Strom aus Sonnenenergie steht auch im Solarzentrum Mecklenburg-Vorpommern im Mittelpunkt. Ziel der Einrichtung im Landkreis Nordwestmecklenburg ist es, diese regenerative Energiequelle in unterschiedlichen Bereichen zu unterstützten. Der Wietower Gutskomplex wurde dafür saniert und mit dachintegrierten Photovoltaikmodulen ausgerüstet. Besucher können sich bei einem Rundgang durch den Komplex an 20 Stationen über den Nutzen solarer Techniken informieren.
In Barth zum Beispiel liefert die Sonne die nötige Energie, um aus Wasser Wasserstoff und Sauerstoff zu gewinnen. Der Sauerstoff wird im Belebungsbecken der Kläranlage benötigt, um deren Leistung zu erhöhen. Den Wasserstoff als „Nebenprodukt“ nutzt das Wasserstoffprojekt Barth für die Brennstoffzelle eines Busses. Das umweltfreundlich angetriebene Fahrzeug ist im Überlandverkehr in der Nationalparkregion Darß-Zingst unterwegs.
Nutzen, was vorhanden ist – das könnte auch das Motto der Kirchgemeinden sein, die große Dachflächen ihrer Gotteshäuser für solarthermische und Photovoltaikanlagen zur Verfügung stellen. Inzwischen hat das Umweltministerium in unserem Land bereits fünf derartige Kirchenprojekte gefördert.
Kommunale Projekte, wie die Erdgasbusse von Wismar oder die Kraft-Wärme-Kälte-Kopplungsanlage auf der Basis von kaltgepresstem Rapsöl im Kreiskrankenhaus in Wolgast gehören ebenfalls zu den Klimaschutz-Initiativen mit Beispielcharakter.