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Brauchtum und Tradition

Brauchtum und Tradition werden in Mecklenburg-Vorpommern unter anderem durch bäuerliche Lebensweise und niederdeutsche Sprache bestimmt. Heute pflegen zahlreiche Chöre, Folkloregruppen und Volkstanzgruppen überlieferte Volkslieder, Volksmusik und Volkstänze. Auch typische Feste haben ihren Platz im Kalender behalten. Dazu gehört das Erntedankfest, das noch heute die meisten Dörfer mit traditionellen Umzügen feiern. Eine Besonderheit unter den überlieferten Festen ist das Tonnenreiten im Grenzraum zwischen Mecklenburg und Vorpommern.

Die Dokumentation vieler Bräuche und Traditionen verdankt unser Land dem Volkskundler Richard Wossidlo (1859-1939). Er widmete sich in seiner Arbeit gleichzeitig der Synonymik der niederdeutschen Sprache und legte mit seinem gesammelten Material die stoffliche Basis für das Mecklenburgische Wörterbuch. Damit und mit dem Pommerschen Wörterbuch wird der niederdeutsche Wortschatz beider Landesteile umfangreich dokumentiert.

Die Bewahrung des Niederdeutschen spielt in der Traditionspflege im Land eine große Rolle. Zum Beispiel auf der Bühne, wo niederdeutsche Ensembles mit ihrem Theaterspiel das Publikum erfreuen und zur Beschäftigung mit der Sprache einladen. Zahlreiche Vereine widmen sich dem Niederdeutschen, in einigen Schulen ist es sogar schon Unterrichtsfach. An den beiden Universitäten sind niederdeutsche Sprache und Kultur Gegenstand der Forschung.

Einen wichtigen Beitrag zur Pflege von Brauchtum und Tradition leisten auch Museen und Archive. Mit dem Wossidlo-Archiv steht in unserem Land eine einzigartige volkskundliche Sammlung zur Verfügung.

Mehr über Brauchtum und Tradition erfahren Sie im Kulturportal Mecklenburg-Vorpommern:



Bisherige Beiträge zu diesem Thema im Landesportal:

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