
Zeugnisse der Vergangenheit begegnen uns in Mecklenburg-Vorpommern auf Schritt und Tritt: Unser Land zählt rund 23.000 Denkmale aus Architektur, bildender Kunst, Landschaftsgestaltung und Technik.
Beeindruckend ist die lange Liste der Baudenkmale. Zwei für unser Land typische Architekturformen sind die Backsteingotik und die Bäderarchitektur. Die Kirchen und Klöster in Stadt und Land, die Rats- und Bürgerhäuser, Schlösser und Herrenhäuser, Tore und Türme erzählen bildhaft von der reichen Geschichte Mecklenburgs und Vorpommerns.
Andere Denkmale erinnern an bestimmte Epochen: Aus der Zeit, als Postkutschen das schnellste Kommunikations- und Fortbewegungsmittel waren, grüßen rund 400 Meilensteine in die Gegenwart herüber. Früher unterrichteten sie Reisende über Orte und Entfernungen. Ein Zeugnis der DDR-Geschichte hingegen ist das "sozialistische Dorf" Mestlin. Der einst kleine Ort wurde in den 1950er Jahren mit wuchtigen stalinistischen Bauten versehen.
Die heutigen technischen Denkmale dienten früher oft der Energiegewinnung: Wasser-, Wind- und Motormühlen sind noch heute vielerorts zu finden. In Schwerin gibt es ein sehenswertes altes Elektrizitätswerk und in Bobzin kann ein trutziges Wasserkraftwerk der 1920er Jahre besichtigt werden. Technikgeschichte schrieben aber auch Brücken wie die Hubbrücke in Plau am See. Die älteste erhaltene Drehbrücke unseres Landes befindet sich Schwerin. Schließlich ist das flache Mecklenburg-Vorpommern ein Land der Türme: Leuchtürme, Wassertürme und der Fernsehturm in der Landeshauptstadt spannen den Bogen von früher genutzter Technik bis in die heutige Informationsgesellschaft.
All diese Denkmale bedürfen des Schutzes und der Pflege. Diese Aufgabe obliegt dem Landesamt für Kultur- und Denkmalpflege und den unteren Denkmalschutzbehörden.