
Mecklenburg-Vorpommerns Geschichte und Kultur sind einzigartig. Dabei ist das Land aus staatsrechtlicher Sicht noch nicht alt: Es entstand 1990 durch Zusammenlegung der DDR-Bezirke Neubrandenburg, Rostock und Schwerin und gehört zu den fünf "neuen Bundesländern" im Osten Deutschlands. Mecklenburg-Vorpommern besteht zu etwa zwei Dritteln aus dem Territorium des historischen Landes Mecklenburg. Das im Osten gelegene Vorpommern war lange Zeit Teil der preußischen Provinz Pommern. Die frühere Zweiteilung des Landes spiegelt sich bis heute in der Struktur der Kirchenprovinzen.
Seit der ersten Besiedlung durch Jäger und Sammler vor etwa 10.000 Jahren ist das Gebiet des heutigen Mecklenburg-Vorpommern Schauplatz einer bewegten und faszinierenden Geschichte. Zahlreiche Denkmale erzählen davon: Die Großsteingräber der Ackerbauer und Viehzüchter, die Backsteinkirchen und Rathäuser der Hansezeit oder die Brücken und Kraftwerke des Industriezeitalters. Bestandteil der deutschen Geschichte sind auch Krieg, Verfolgung und Diktatur. Orte der Erinnerung daran sind zahlreiche Gedenkstätten und politische Memoriale. Historische Museen führen ihren Besuchern den Facettenreichtum der Landesgeschichte vor Augen.
Geschichte machen Menschen. Einige von ihnen überdauern im Menschengedächtnis – oft, weil sie Herausragendes geschaffen haben. Viele solcher historischen Persönlichkeiten wurden in Mecklenburg und Vorpommerns geboren oder waren hier tätig. Zu bedeutenden Architekten, Schriftstellern, Politikern und Theologen gesellt sich noch ein weiterer Personenkreis: die Erfinder. Das Spektrum ihrer Geistesblitze und Innovationen reicht vom Taucheranzug über faltbare Fahrzeuge bis hin zu Spitzenleistungen der Biotechnologie.
Mecklenburg-Vorpommern gehört geografisch zu Norddeutschland. Die niederdeutsche Sprache und Kultur prägt die Identität der Menschen, die hier leben. Brauchtum und Tradition werden deshalb liebevoll gepflegt. Wer eine niederdeutsche Theateraufführung erlebt hat, weiß es ganz sicher: Plattdütsch läwt.