
Über fünf Prozent Mecklenburg-Vorpommerns können nur bei klirrender Kälte betreten werden, denn es handelt sich um Wasserflächen. Umso mehr laden die über 2.000 Seen, die zahlreichen naturbelassenen Flüsse und die Kanäle unseres Landes über einen Großteil des Jahres Kanuten und Kajakfahrer ein, sich auf Entdeckungfahrt zu begeben.
Wie kaum eine andere Sportart ermöglicht das Wasserwandern, sich im Einklang mit der Natur aktiv vom Alltag zu erholen. Atmen Sie die Ruhe der Wälder und Wiesen, während Sie gemächlich auf dem Wasser dahingleiten. Bezwingen Sie auf dem größten deutschen Binnensee, der Müritz, Wellen und Strömungen. Oder widmen Sie ihre ganze Aufmerksamkeit dem Leben, das sich in den breiten Schilfgürteln der Flüsse und Seen entfaltet. Aus der Bootsperspektive werden Sie selten gewordene Wasservögel und mit ein wenig Glück sogar Biber oder Fischotter beobachten können.
Für Ihre Kanutouren steht Ihnen ein weitverzweigtes Wegenetz zur Verfügung. Zwar gelten nur gut 430 Kilometer der mecklenburg-vorpommerschen Wasserstraßen als schiffbar, doch können Sie mit Ihrem flachen Kanu viele Gewässer befahren, zu denen tiefliegende Boote keinen Zugang haben. Wer das große Abenteuer sucht und weite Strecken zurücklegen möchte, gelangt von Mecklenburg-Vorpommern aus bis nach Hamburg, Berlin oder in die Ostsee. Eine Pause ist angesichts der zahlreichen Camping- und Rastplätze entlang der Wasserwander-Routen kein Problem.
Wasserwandern ist eine Form des umweltschonenden sanften Tourismus. Ihre Kanutouren werden Sie an Naturschutzgebieten vorbeiführen und Ihnen seltene Einblicke in die einheimische Tier- und Pflanzenwelt erlauben. Indem Sie einige Verhaltensregeln beachten, helfen Sie mit, das kostbare Naturgut zu bewahren.
Wasserwandern ist keineswegs nur ein Sport für Einzelgänger. In den Kanuvereinen unseres Landes finden Sie Gleichgesinnte, mit denen Sie Ihre Erlebnisse austauschen und Touren planen können. Viele Kanuvereine bieten außerdem Veranstaltungen und geführte Wanderungen an.