| Eigenschaft | Beschreibung |
|---|---|
| Von: | Travemünde |
| Nach: | Ueckermünde |
| Station(en): | Boltenhagen, Wismar, Rerik, Kühlungsborn, Markgrafenheide, Prerow, Stahlbrode, Stralsund, Wolgast |
| Länge: | etwa 320 Kilometer |
| Dauer: | beliebig |
Die Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns in ihrer gesamten Länge zu befahren, ist reizvoll. Ob es aber auch möglich ist, hängt von Windstärke und Windrichtung ab. Vor einer Tour sollte daher ausführlich der Wetterbericht studiert werden.
Beginnt man die Tour an der Marina in Travemünde-Priwall, wo sich der Zeltplatz des Vereins für Kanusport Lübeck befindet, ist man bereits nach wenigen Minuten auf der Ostsee. Die Lübecker Bucht wird mit Kurs Nordost überquert, nach 25 Kilometern erreicht man das Ostseebad Boltenhagen. Der Zeltplatz dieses Etappenziels liegt etwa 300 Meter östlich der Seebrücke am DRK-Turm. Hier müssen der Strand und die Hauptstraße Boltenhagens mit dem Bootswagen überquert werden (200 m).
Die Weiterfahrt führt uns ums Tarnewitzer Huk, durch die Wohlenberger Wiek und die Eggers-Wiek in die Wismarbucht. Nach rund 20 Kilometern Fahrt kann im Sportboothafen der TSG Wismar in Wismar-Vorwendorf angelegt werden. Zelten und Parken ist möglich.
Die nächste Etappe führt Richtung Norden und um die Insel Poel herum. Fährt man an der Westküste von Poel entlang, erreicht man hier nach etwa zwölf Kilometern Timmendorf. Der sehenswerte Ort ist wegen seines Leuchtturms nicht zu verfehlen und verfügt über einen Zeltplatz. Nach weiteren 15 Kilometern Fahrt kommt man zur Halbinsel Wustrow. Sie darf nicht betreten werden.
Es ist auch möglich, von Wismar aus durch den Breitling zu paddeln und Poel im Osten zu passieren. Dabei wird nach etwa zehn Kilometern die Straßenverbindung zwischen Poel und dem Festland unterquert.
Von der Südwestspitze der Halbinsel Wustrow aus kann man Rerik entweder durch das Salzhaff oder durch eine Fahrt an der Außenküste entlang erreichen. Die Strecke beträgt etwa zehn Kilometer. Eine Möglichkeit zum Anlegen besteht an der Seebrücke von Rerik. Bei ungünstigen Windverhältnissen sollte das Salzhaff angesteuert werden. In Rerik kann das Boot dann in die Ostsee umgesetzt werden (100 m, Bootswagen).
Die Etappe von Rerik bis zum Ostseebad Kühlungsborn ist zwölf Kilometer lang. Unterwegs kommt man am Leuchtturm Bastorf vorbei. Gezeltet werden kann in Kühlungsborn West. Bis zur Mole von Warnemünde sind von hier aus etwa 23 Kilometer zu fahren. Dabei hat man einen schönen Blick auf Deutschlands ältestes Seebad Heiligendamm, auf Nienhagen und auf das Steilufer der Stoltera.
Möchte man Rostock einen Besuch abstatten, biegt man in Rostock-Warnemünde in die Hafeneinfahrt ein. Hier ist auf den regen Schiffsverkehr zu achten. Über die Unterwarnow bis zur Rostocker Altstadt sind es etwa zehn Kilometer.
Bei Fortsetzung der Tour ab Warnemünde auf der Ostsee Richtung Darß sind es bis zum Zeltplatz Markgrafenheide fünf Kilometer. Dann geht es am Ostseebad Graal-Müritz und Neuhaus vorbei zum Ostseebad Wustrow (Seebrücke). Hier kann nach etwa 20 Kilometern an der engsten Stelle des Fischlands vor dem Ortskern von Wustrow zum Sportboothafen in den Saaler Bodden übergesetzt werden. Ein Bootswagen ist dabei erforderlich.
Die sich anschließende Strecke Wustrow-Prerow-Zingst-Stralsund ist in der Boddentour ausführlich beschrieben.
Entscheidet man sich, die Tour ab Wustrow auf der Ostsee fortzusetzen, werden nach etwa 20 Kilometern der Darßer Ort und die Bernsteininsel erreicht. Am Leuchtturm bieten sich eine Pause und die Besichtigung des Leuchtturmes an. Eine Umrundung von "Darßer Ort / Bernsteininsel" ist nur bei entsprechender Wetterlage, Windrichtung und Windstärke möglich! Fünf Kilometer östlich vom Darßer Ort liegt Prerow (Zelten, Seebrücke). Hier kann man sich bei "Hohe Düne" für ein Übersetzen in den Prerowstrom und damit den Bodden entscheiden.
Eine mögliche Fahrt an der Außenküste und ihren Stränden entlang bringt uns vorbei an der Halbinsel Zingst und den Inseln Großer Werder und Bock (Naturschutzgebiete nicht betreten!) nach etwa 35 Kilometern zum Sportboothafen in Barhöft.
Von hier aus kann man sich nach Norden wenden und Rügen umrunden. Es sollte aber bedacht werden, dass auf der nördlich von Barhöft gelegenen Insel Hiddensee nicht gezeltet werden darf.
Fährt man von Barhöft aus nach Südosten in Richtung Prohner Wiek und Strelasund, erreicht man nach 15 Kilometern Stralsund. Hier kann beim Stralsunder Kanu-Club die Tagesetappe beendet werden.
Setzt man von hier die Fahrt Richtung Südost fort, passiert man den Rügendamm bzw. die Ziegelgrabenbrücke. Weiter geht es durch den Strelasund und am Deviner Haken (NSG) vorbei. Nach zehn Kilometern erreicht man die Marina Neuhof (auch Seekajakstation). Nach weiteren acht Kilometern kommt Stahlbrode (Fähre, Zeltplatz, Marina), das in Fahrtrichtung rechts liegt.
Im weiteren Verlauf geht es an den Inseln Riems und Koos (NSG, Betretungsverbot) vorbei und nach weiteren zehn Kilometern kann Greifswald-Wieck angesteuert werden. Nachdem die Klappbrücke passiert ist, geht es den Ryk aufwärts und man kann nach etwa zwei Fluss-Kilometern am Wasserwanderrastplatz oder der HSG Greifswald, Abteilung Kanu, Station machen.
Die nächste Etappe führt über 25 Kilometer von Greifswald-Wieck nach Nordosten über die Dänische Wieck, vorbei an Gahlkow und dem Ostseebad Lubmin um die Halbinsel Struck (Naturschutzgebiet) herum in die Hagener Wieck nach Freest (Marina, Zeltplatz). Danach gelangt man in den Peenestrom. Jetzt liegt die Insel Usedom<kanu> östlich von uns. Peenemünde ist einen Besuch wert. Nach etwa zehn Kilometern auf dem Peenestrom gen Süden ist man in Wolgast. Vor der Brücke rechts kann beim Kanu-Sport-Verein Wolgast gezeltet werden.
Nach Passieren der Brücke in Wolgast liegt rechts die Peenewerft. Nach drei Kilometern öffnet sich der Peenestrom zum großflächigen Krumminer Wiek. Bis Lassan (Zeltplatz) sind noch 15 Kilometer zu paddeln. Gegenüber liegt der Lieper Winkel der Insel Usedom. Ab Lassan geht es in südliche Richtung zur Zecheriner Brücke (15 Kilometer). Danach fließt von rechts die Peene zu. Weiter südlich geht es mit dem Strom auf das Stettiner Haff <kanu>. Die Südküste Usedoms bleibt links von unserer Route. Unter Land kommen wir an Mönkebude (Seglerhafen) und Grambin vorbei und sind nach 25 Kilometern in Ueckermünde. Hier endet unsere lange Tour.
Walter Rohde (Landeskanuverband MV)