| Eigenschaft | Beschreibung |
|---|---|
| Von: | Dahmen |
| Nach: | Mündung |
| Station(en): | |
| Länge: | bis zu 114 Kilometer |
| Dauer: | 6 bis 7 Tage |
Mit dem Kajak oder Faltboot starten wir in Dahmen am Malchiner See mit seinen bewaldeten Ufern und idyllischen Schilfgürteln. Am Nordende des Sees fahren wir in den Dahmer Kanal. Anders als die meisten Kanäle ist er landschaftlich sehr reizvoll und abwechslungsreich. Wir paddeln durch Wald-, Wiesen- und Auengebiete. Wer genau hinsieht, wird auch Biberverbiss und Biberburgen entdecken. Außerdem sind neben vielen Wasservogelarten auch Fisch- oder Seeadler hier anzutreffen.
Nach etwa 17 Kilometern kommen wir in Malchin an. Am rechten Ufer finden wir den Malchiner Kanuclub. Über den Peenekanal gelangen wir in den Kummerower See. Er gehört zu den größten in Mecklenburg-Vorpommern und ist bei Westwind mit Vorsicht zu genießen. Ab Windstärke drei bilden sich am Ostufer starke Wellen. Vor dem Befahren des Sees sollte man sich also über die Wetterlage informieren. Campingplätze sind vor allem am Westufer zu finden.
Im Norden des Sees gelangen wir in die Peene. Hier findet sich auch die "Aalbude", die bekannt für ihren frischen und
geräucherten Fisch ist.
Nach etwa zwei Kilometern auf der Peene kommt von links der Darguner Kanal dazu. Danach ist die Peene noch sehr
ursprünglich, mit viel Wald-, Wiesen- und Auenlandschaft. Nach zirka 14 Kilometern erreichen wir Demmin. Hier fließen
vom Süden die Tollense und vom Nordwesten her die Trebel hinzu.
In Demmin kann man beispielsweise beim Seglerheim sehr gut zelten.
Typisch für den weiteren Verlauf der Peene sind dann die zahlreichen Altarme. Viele verschiedene Vogelarten sind hier
zu entdecken, darunter Adler und Störche. Etwa neun Kilometer hinter Demmin fließt bei Loitz die Schwinge hinzu. Etwa
18 Kilometer weiter erreichen wir Jarmen. Hier wird die Peene breiter und ist auch stärker befahren. Ein Zufluss hinter
Jarmen ist die Swinow. Etwa einen Kilometer stromaufwärts kann man beim Kanuverein Gützkow zelten.
Von Gützkow sind es etwa 13 Kilometer bis Stolpe, wo wir einen Wasserwander-Rastplatz finden, der sich gut zum
Zelten eignet.
Nach weiteren zehn Kilometern erreichen wir Anklam. Hier kann man beim Caravan-Club am rechten Ufer oder beim
Ruderverein am linken Ufer zelten. Anklam eignet sich gut als Endpunkt der Tour, weil es verkehrsgünstig gelegen
ist.
Man kann aber auch weitere zehn Kilometer bis zum Peenestrom paddeln. An der Mündung in den Peenestrom muss man sich entscheiden, ob es nach Norden in Richtung Lassan, ins Achterwasser oder nach Südosten in das Kleine Haff gehen soll. Auf der Fahrt ins Kleine Haff kommt man an der alten Eisenbahn-Hubbrücke bei Karnin vorbei und gelangt am Nordufer durch die "Kehle" in den Usedomer See. Hier liegt die Stadt Usedom.
Walter Rohde (Landeskanuverband MV)