Vor mehr als tausend Jahren wurde eine "Michelenburg" zum ersten Mal in einer Chronik erwähnt. Miklin, Mekel bedeutet groß: Am Anfang Mecklenburgs stand eine große slawische Burg.

Von der alten Burganlage können Sie nur noch den Burgwall erahnen. Wenn Sie nicht ganz so weit in die Vergangenheit eintauchen wollen, besuchen Sie am besten das Agrarmuseum. Alte Motoren knattern, Ölgeruch liegt in der Luft. Viele der Ausstellungsstücke sind funktionsfähig, Sie erleben, wie historische Maschinen funktionieren.
Der Slawenstamm der Obotriten errichtete in der ersten Hälfte des siebten Jahrhunderts beim heutigen Dorf
Mecklenburg eine Festungsanlage. Der deutsche König Otto III. bezog 995 in der slawischen Festung Quartier. Im selben
Jahr unterzeichnete er hier eine Urkunde, mit der der Grundstein für das Land Mecklenburg gelegt wurde. Der
Obotritenfürst Niklot gab im Jahr 1160 die Festung zunächst auf. 1163 erhob sich sein Sohn Pribislav gegen die deutsche
Herrschaft. Vier Jahre später erhielt Pribislav die Burg als Lehen und nannte sich fortan nach seiner Residenz Fürst zu
Mecklenburg.
Im Laufe der Jahrhunderte verfiel die Festungsanlage der Obotriten. 1839 grub Friedrich Lisch, Historiker, Archivar und
Leiter der großherzoglichen Altertümersammlung, die Überreste aus.
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