Der Ursprung Greifswalds liegt in der Gründung des Klosters Hilda/Eldena von dänischen Zisterziensermönchen. In den darauffolgenden Jahren siedelten sich Deutsche, Dänen und Slawen um das Kloster an. 1241 verliehen Fürst Wizlaw I. von Rügen und Herzog Wartislaw III. von Pommern-Demmin der kleinen Siedlung am Ryck die Marktrechte. 1250 folgte das Stadtrecht durch den Pommernherzog.
Nachdem die Ryckmündung 1254 zum Freihafen erklärt worden war, entwickelte sich Greifswald zu einem wichtigen Handelsplatz. Seit dem Jahr 1278 zählte die Stadt zu den Mitgliedern der Hanse.
Auf Drängen des Bürgermeisters Heinrich Rubenow wurde 1456 die Universität gegründet, die noch heute ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist.
Der 30-jährige Krieg bedeutete auch für Greifswald eine leidvolle Zeit: Die Menschen litten unter Seuchen und Hunger, Soldaten belagerten die Stadt. Mit dem Westfälischen Frieden 1648 ging Greifswald an die schwedische Krone über. Weil auch Preußen Anspruch auf Vorpommern erhob, wurde Greifswald mehrfach belagert. Verheerende Stadtbrände 1713 und 1736 vernichteten zahlreiche Gebäude, darunter auch das historische Rathaus.
Als Folge der Napoleonischen Kriege ging Greifswald 1815 an Preußen über und wurde Teil der neugegründeten Provinz Pommern. Langen Kriegsjahren folgte nun ein Wirtschaftsaufschwung: 1863 wurde Greifswald an die Eisenbahnlinie Berlin – Stettin angeschlossen. Die neugebaute Eisenbahnhauptwerkstatt blieb bis zur Schließung 1926 der größte Industriebetrieb der Stadt.
Den Zweiten Weltkrieg überstand die Hansestadt unbeschadet. Zu DDR-Zeiten wurde ein Kernkraftwerk in der nahegelegenen Lubminer Heide gebaut. Dies bescherte der Universitätsstadt ein rapides Bevölkerungswachstum und neue Stadtteile. Die historischen Gebäude der Altstadt aber wurden vernachlässigt und verfielen zusehends.
Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde die Altstadt aufwändig restauriert. Auch die 1887 erbaute Wiecker Zugbrücke ist seit 1993/1994 originalgetreu rekonstruiert und zählt heute zu den Wahrzeichen der Stadt.
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