"Sansibar oder der letzte Grund" - Der Schriftsteller Alfred Andersch verewigte Rerik in diesem Roman. Den im Buch beschriebenen Blick von der Düne über die Ostsee, die Halbinsel Wustrow und das Salzhaff findet man auch heute wieder.

In Rerik können Sie ruhig den ganzen Tag am langen Strand liegen und sich erholen. Spaß macht aber auch das Surfen auf dem flachen Salzhaff oder ein Tauchgang in der Ostsee. Wenn Sie sich auf oder unter Wasser nicht wohlfühlen, wandern Sie doch an der Steilküste entlang oder fahren Sie mit dem Rad in die Umgebung. Etwas außerhalb von Rerik finden Sie interessante Großsteingräber aus der Jungsteinzeit.
Rerik war ursprünglich eine slawische Gründung und hieß früher Alt Gaarz. Zahlreiche Großsteingräber in der Umgebung
zeugen von der frühen Besiedlung der Region. Im Jahr 1230 wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt.
Im Mittelalter war Alt Gaarz anscheinend ein reiches Bauern- und Fischerdorf, das mehrere Höfe umfasste. Der natürliche
Hafen am Salzhaff lag im Schutz der Halbinsel Wustrow.
Während des Nationalsozialismus wurde versucht, die slawischen Wurzeln des Ortes zu leugnen. Mit der Verleihung des
Stadtrechtes 1938 ging daher die Umbenennung in Rerik einher. So sollte eine Verbindung zwischen dem Ort und einem
frühmittelalterlichen Handelsplatz namens "reric" hergestellt werden, den die Dänen im Jahr 808 zerstört
hatten. Die Hypothese ist historisch nicht belegbar.
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