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Außenhandel in Mecklenburg-Vorpommern

Außenhandel in Mecklenburg-Vorpommern
Foto: zb-regio

Für Mecklenburg-Vorpommern ist der Außenhandel in den letzten Jahren immer bedeutender geworden. Die Exporte erreichten 2011 mit 7,20 Milliarden Euro Ausfuhrwert ein neues Rekordvolumen. Gegenüber 2010 bedeutet dies eine Steigerung um 19,3 Prozent. Der Anteil Mecklenburg-Vorpommerns am gesamtdeutschen Export liegt jedoch bei unter einem Prozent.

Die wichtigsten Handelspartner, gemessen am Volumen der Einfuhren und Ausfuhren zusammen, sind nach Angaben des Wirtschaftsministeriums 2011 Russland (1.294 Millionen Euro), Schweden (912), die Niederlande (878), Polen (822), Dänemark (718) und Frankreich (578). Es folgen das Vereinigte Königreich (476), Italien (426), China (424) und die USA (328). Nach Regionen betrachtet machen die Exporte in den Ostseeraum mehr als ein Drittel (37,9 Prozentpunkte) der Gesamtexporte Mecklenburg-Vorpommerns aus. Die wichtigsten Exportprodukte waren Rohre aus Eisen oder Stahl, Weizen, Eisen-, Blech- und Metallwaren, Geräte zur Elektrizitätserzeugung und -verteilung sowie Hebezeuge und Fördermittel.

Naheliegendster Markt für Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern ist der Ostseeraum. Dabei spielt die besondere Wirtschaftsdynamik der Anrainerstaaten eine Rolle, der kostengünstige Transport über die Ostsee, die Funktion der russischen Ostseegebiete als "Tor nach Russland", das "Mare Balticum" als gemeinsames Kulturerbe und ein Absatzgebiet mit bis zu 85 Millionen Menschen. Fünf der sechs Partnerregionen Mecklenburg-Vorpommerns in Europa liegen im Ostseeraum: Südschweden, Südwestfinnland, das Leningrader Gebiet, die Wojewodschaften Pommern und Westpommern in Polen.

Netzwerke wie ScanBalt unterstützen den Handel im Ostseeraum: Hier haben sich Bioregionen aus dem gesamten Ostseeraum zusammengeschlossen - über 1.000 wissenschaftliche Einrichtungen und mehr als 2.500 Life Science-Firmen. Durch vernetzte Forschung, Entwicklung und Ausbildung soll der Ostseeraum zu einer der führenden Biotechnologieregionen in Europa entwickelt werden.

Außerhalb des Ostseeraumes legt Mecklenburg-Vorpommern in Westeuropa den Schwerpunkt auf die Standort- und Tourismuswerbung, spielen mit Blick auf Asien vor allem die Länder China und Vietnam mit den Branchen Martime Industrie, erneuerbare Energien und Life Science die Hauptrolle. Für die USA wird ein besonderes Augenmerk auf Unternehmenskooperationen in den Bereichen erneuerbare Energien und Biotechnologien gelegt; Arabien wird als wichtiger Absatzmarkt für die Bereiche Umwelttechnik und Gesundheitswirtschaft wahrgenommen. Südamerika gewinnt in den Branchen Umwelttechnik, erneuerbare Energien und Abfallwirtschaft zunehmend an Bedeutung.

Das Volumen der Einfuhren nach Mecklenburg-Vorpommern ist im Jahr 2011 im Vergleich zum Krisenjahr 2009 wieder etwas gewachsen. Der Warenwert lag 2011 bei rund 4,5 Milliarden Euro gegenüber knapp 3,4 Milliarden Euro 2009. Nach Mecklenburg-Vorpommern importiert werden vor allem Mineralölerzeugnisse, Papier und Pappe, Erdöl und Erdgas, Eisen-, Blech-, Metall- und Kunststoffwaren.

Ansprechpartner für Unternehmen, die im Bereich Außenwirtschaft aktiv sind, ist das Referat "Außenwirtschaft, Messen, Entwicklungszusammenarbeit" der Staatskanzlei sowie die Industrie- und Handelskammern und Handwerkskammern des Landes.


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