
Das Land fördert Energie- und Umwelttechnologien, die dem Schutz und der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen dienen. In einem Landeswettbewerb wurden vom Wirtschaftsministerium 2010 erstmals Ideen und Projekte im Bereich der Erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz ausgezeichnet. Seit 2010 macht sich das Landeszentrum für erneuerbare Energien Mecklenburg-Vorpommern e.V. (Leea), ein kompetentes Landesnetzwerk, für den Einsatz erneuerbarer Energien in Mecklenburg-Vorpommern stark.
Bei regenerativen Energien und nachwachsenden Rohstoffen gehört Mecklenburg-Vorpommern zu den Spitzenreitern in Deutschland. Das Land erzeugt rund ein Drittel des hier benötigten Stroms umweltschonend auf der Basis von Wind-, Bio-, Wasser-, Sonnenenergie. 2004 nahm das bundesweit erste Geothermiekraftwerk in Neustadt-Glewe den Betrieb auf. Eine immer wichtigere Rolle für die Energiegewinnung spielen Biomasse-, Biogas- und Biodieselanlagen. Zudem gewinnt die ORC-Technologie (Organic-Rankine-Cycle) zunehmend an Bedeutung. Entsprechende Anlagen können Strom bei Temperaturen und einem Druck weit unter den Werten von herkömmlichen Kraftwerken produzieren. Die ersten Anlagen in Deutschland wurden im Biomasseheizkraftwerk Friedland und im Geothermiekraftwerk Neustadt-Glewe errichtet. Bei der Entwicklung und Produktion dieser Anlagen ist eine Firma aus Bargeshagen führend.
Auch die Windenergiebranche wächst. Drei Viertel der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in MV stammen aus Windkraft. Auf dem Festland gibt es schon jetzt über 1.200 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 1.300 Megawatt. Der erste Offshore-Windpark vor der deutschen Ostseeküste - Baltic 1 - mit einer Leistung von knapp 50 Megawatt ging am 2. Mai 2011 in Betrieb. Ein weiterer ist in Planung. Das große Potenzial der Offshore-Windkraftindustrie in MV basiert auf dem Know-how der hier ansässigen Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen. Der Wind Energy Network Rostock e.V. bündelt in seinem Branchennetzwerk die Kompetenzen von mehr als 80 Mitgliedern.
Da die weltweiten Vorräte an fossilen Energieträgern begrenzt sind, könnte auch Wasserstoff in der Zukunft eine wichtige Alternative darstellen. Im Rahmen seiner Technologieoffensive unterstützt das Land Mecklenburg-Vorpommern intensiv die Entwicklung von Wasserstofftechnologie. Im Jahr 2004 öffnete in der Landeshauptstadt Schwerin ein Kompetenzzentrum Wasserstofftechnik für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) die Pforten. Bereits 2002 gründete sich die Wasserstofftechnologie-Initiative für Mecklenburg-Vorpommern e.V. (WTI). Zu den Zielen des Vereins gehört es, Ressourcen in Wissenschaft und Wirtschaft zu koordinieren und den Technologietransfer zu fördern.
Auf den Gebieten Wasserversorgung und Abwasserbehandlung, Abfallbehandlung, Recycling und Verwertung stellen Umwelttechnikunternehmen in Mecklenburg-Vorpommern ebenfalls ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis.