
Der Tourismus gehört zu den wichtigsten Wirtschafts- und Wachstumsbranchen Mecklenburg-Vorpommerns. Sein Umsatz beträgt rund 5,1 Milliarden Euro im Jahr. Das Land hat 2011 mit 27,6 Millionen Übernachtungen das drittbeste Ergebnis seit 1990 erzielt und ist die beliebteste Sommerurlaubsregion in Deutschland.
Mecklenburg-Vorpommern ist nach der Reiseanalyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.V. auch das beliebteste innerdeutsche Reiseziel für Familien und verzeichnete 2011 einen Marktanteil von 8,1 Prozent an allen Familienurlaubsreisen. Über eine Million Familienreisen führten in den Nordosten. Derzeit tragen 102 Beherberger, Gastronomen und Erlebnispartner das Gütesiegel "Familienfreundlicher MV- geprüfte Qualität", das nach Prüfungen unabhängiger Tester verliehen wird.
Für den Erfolg im Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern sind auch in Zukunft Qualität und Service entscheidend. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, hat das Land verschiedene Qualitäts- und Managementsysteme entwickelt, so zum Beispiel die Klassifizierung von Sportboothäfen, die Zertifizierung von Wellness-Einrichtungen und das Qualitätsmanagement für Kinder- und Jugendreisen, sowie barrierefreien Tourismus. Darüber hinaus beteiligt es sich an der Initiative "ServiceQualität Deutschland", die Dienstleistungen aus der Kundenperspektive analysiert und auf diese Weise optimieren möchte.
Auch die Hochschulen und Forschungsinstitute leisten einen wichtigen Beitrag zum Ausbau des Tourismusstandortes Mecklenburg-Vorpommern. 1995 gründete sich das Ostseeinstitut für Marketing, Verkehr und Tourismus an der Universität Rostock. Es analysiert Prozesse und Tendenzen und arbeitet die Entwicklungschancen im Verkehr und Tourismus für Mecklenburg-Vorpommern heraus. Seit 1999 gibt es im Land zudem den Arbeitskreis Tourismusforschung, dessen Mitglieder sich zweimal im Jahr treffen.
Der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. koordiniert als Dachverband die gemeinsamen Interessen aller am Tourismus Beteiligten im Land. Ein Marken- und Kommunikationskonzept für die Urlaubsregion Mecklenburg-Vorpommern stellt mit einem Zeithorizont bis 2022 die Grundlagen für die weitere Strategie dar.