Gewerbliche Investitionsvorhaben und Infrastrukturmaßnahmen, die die regionale Wirtschaftsstruktur verbessern, fördern das Land Mecklenburg-Vorpommern, der Bund und die Europäische Union auf vielfältige Weise:
Neben den EU-Strukturfonds und der Investitionszulage nimmt die Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) eine herausragende Position in der Investitionsförderung ein. Ihr Ziel ist es, strukturschwache Regionen zu stärken und die Lebensverhältnisse in Deutschland möglichst anzugleichen. Als vorrangige Aufgabe gilt es dabei, wettbewerbsfähige Arbeitsplätze auf dem ersten Arbeitsmarkt und eine tragfähige Wirtschaftsstruktur zu schaffen.
Seit 1990 wurden im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" für die gewerbliche Wirtschaft Investitionszuschüsse von rund 3,9 Milliarden Euro bewilligt, damit wurden Gesamtinvestitionen von 17,2 Milliarden Euro angeschoben und circa 90.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Für Infrastrukturmaßnahmen wurden Investitionszuschüsse in Höhe von 2,7 Milliarden Euro bewilligt, damit wurden Gesamtinvestitionen in Höhe von 4,1 Milliarden Euro angeschoben.
Allein seit 2007 wurden neue Investitionsvorhaben der gewerblichen Wirtschaft mit rund 512 Millionen Euro Investitionszuschüssen unterstützt, bezogen auf Gesamtinvestitionen von rund 2,5 Milliarden Euro. Besondere Unterstützung erfahren kleine und mittlere Unternehmen (KMU).
Neue Infrastrukturmaßnahmen wurden mit rund 215 Millionen Euro Investitionszuschüssen unterstützt, bezogen auf Gesamtinvestitionen von rund 284 Millionen Euro.
Die Regionalfördergebietskarte weist Mecklenburg-Vorpommern seit 2007 flächendeckend als Höchstfördergebiet aus. Besondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) werden unterstützt. Kleine Unternehmen können bis zu 50 Prozent, mittlere Unternehmen bis zu 40 Prozent und große Unternehmen bis zu 30 Prozent der förderfähigen Investitionskosten erhalten.
Ergänzt wird die Förderung nach dem Rahmenplan der Gemeinschaftsaufgabe von zahlreichen weiteren Förderprogrammen. Sie ermöglichen unter anderem durch Lohnkostenzuschüsse und Beschäftigungsbeihilfen, zusätzliche Arbeits- und Ausbildungsplätze zu schaffen.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Technologie- und Innovationsförderung. Forschung und Entwicklung sowie deren schnelle Umsetzung in marktfähige Produkte nehmen eine Schlüsselrolle für die Zukunft der Wirtschaft ein. Denn nur mit innovativen Produkten, Dienstleistungen und Produktionsverfahren kann es Unternehmen gelingen, im weltweiten Wettbewerb erfolgreich zu sein.
Von 2007 bis 2013 werden aus den EU-Strukturfonds 155 Millionen Euro für Forschung und Entwicklung zur Verfügung gestellt, die insbesondere den regionalen Unternehmen mehr als zuvor zugute kommen sollen. Neben der Forschungs- und Entwicklungsförderung einzelner Betriebe wird auch zukünftig die Verbundforschungsförderung Wirtschaft – Wissenschaft gestärkt. Deren Ziel ist es, beider Potenziale eng zu verknüpfen und so hochwertige dauerhafte Arbeitsplätze im Nordosten zu schaffen. Seit Anfang 2007 sind im Rahmen der neuen Verbundforschung insgesamt neun Informations- und Kommunikationstechnologie-Projekte mit rund sechs Millionen Euro gefördert worden.
Kompetente Ansprechpartner auf dem Weg durch die Förderlandschaft finden Unternehmen und Forschungseinrichtungen beim Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern. Auf seinen Internetseiten unter www.lfi-mv.de stellt es umfassende Informationen rund um das Thema Förderprogramme und Antragstellung zur Verfügung. Die Technologie-Beratungs-Institut GmbH (TBI) ist als Projektträger des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus für die Technologie-, Forschungs- und Innovationsförderung tätig. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der Internetseite www.tbi-mv.de.