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Neue Rügenbrücke vor der Eröffnung

Fertigstellung nach drei Jahren Bauzeit / Feier mit Bundeskanzlerin Merkel, Ministerpräsident Ringstorff und Verkehrsminister Tiefensee

Blick auf den Doppelpylon der neuen Strelasundquerung
Blick auf den Doppelpylon der neuen
Strelasundquerung.
Foto: Hansestadt Stralsund/Koslik

12.10.2007 - Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel eröffnet gemeinsam mit Ministerpräsident Dr. Harald Ringstorff und Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee am 20. Oktober symbolisch die neue Rügenbrücke. Das Bauwerk soll Tourismus und Wirtschaft ankurbeln und wird zum neuen Wahrzeichen der Hansestadt Stralsund. 125 Millionen Euro hat die Bundesrepublik hier investiert.

Seit 1936 gibt es den Rügendamm als einzige feste Verbindung zwischen Deutschlands größter Insel Rügen und dem Festland. Das Bauwerk ist dem heutigen Verkehrsaufkommen allerdings schon länger nicht mehr gewachsen. Gerade zur Urlaubssaison bilden sich lange Staus auf der Insel und in Stralsund.

Nach 38 Monaten Bauzeit steht nun die neue Querung vor der Vollendung. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel wird sie am Sonnabend, 20. Oktober, symbolisch eröffnen. Vom 19. bis 21. Oktober können interessierte Bürger des Bauwerk besichtigen, in Stralsund gibt es dazu ein buntes Veranstaltungsprogramm. Am 22. Oktober wird die Brücke dann endgültig für den Verkehr freigegeben.

Fakten zum neuen Wahrzeichen

Die Querung besteht aus mehreren Elementen. Am auffälligsten ist sicherlich die Schrägseilbrücke mit ihrem 128 Meter hohen Doppelpylon, der zu einem neuen Wahrzeichen der Hansestadt Stralsund werden dürfte, deren Altstadt gemeinsam mit der von Wismar in der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes steht. Bei den Planungen wurde das besonders berücksichtigt. Eine Bogenbrücke fiel daher recht schnell als Alternative aus, da sie als zu dominant angesehen wurde. Die jetzt realisierte Schrägseilbrücke ist zwar teurer als die zweite Alternative einer Balkenbrücke, aber sie "integriert sich weitaus besser in das Stadtbild", wie es in einer Pressemitteilung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung heißt. "Wie zwei schlanke Schiffsmasten werden sich die Spitzen des eleganten, stählernen Doppelpylons über die Türme der Stadt erheben und das Miteinander von erhabenem Backstein, stählernen Kränen und tanzenden Segeln neu akzentuieren", heißt es dort weiter.

Eine der Herausforderungen bei der Planung durch das Rostocker Architekturbüro Keipke war unter anderem die dichte Bebauung auf Stralsunder Seite, die über eine Vorlandbrücke gelöst wurde. Zudem musste der Schiffsverkehr gewährleistet bleiben, weshalb sich die Schrägseilbrücke bis auf 42 Meter lichte Höhe erhebt.

Die Brücke selbst ist Teil des Rügenzubringers, der daneben aus einer bereits fertiggestellten Anbindung an die "Ostseeautobahn" A20 und einer noch im Bau befindlichen Bundesstraße bis nach Bergen auf Rügen besteht. Alles zusammengenommen soll die neue Querung dem boomenden Tourismus gerecht werden und außerdem den Seehafen Sassnitz besser anbinden.

Die alte Rügenquerung bleibt übrigens erhalten. Sie wird für den örtlichen Verkehr zur Insel Dänholm benötigt und für Fußgänger, Radfahrer, den öffentlichen Nahverkehr sowie solche Fahrzeuge zur Verfügung stehen, die nicht die Kraftfahrstraße benutzen dürfen.



Quelle: Pressemitteilungen des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

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