01.02.2007 -
Mal wird es als Märchenschloss bezeichnet, mal als schönster Landtagssitz Deutschlands gepriesen. Eines aber ist sicher: Das Schweriner Schloss ist das beliebteste Fotomotiv unter Schwerin-Besuchern.
Jetzt wirbt das Wahrzeichen der Landeshauptstadt europaweit für Mecklenburg-Vorpommern: Das Schweriner Schloss ziert eine 2-Euro-Gedenkmünze, die schon bald millionenfach in europäischen Portemonnaies zu finden sein wird. Ein erstes Exemplar der Gedenkmünze "Mecklenburg-Vorpommern" übergab Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel am 2. Februar in Berlin an den Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern. Dr. Harald Ringstorff (SPD) brachte seine Freude zum Ausdruck und lud ein: "Das Schweriner Schloss feiert zu Pfingsten seinen 150. Geburtstag und wird auch der Mittelpunkt unseres großen Bürgerfestes zum Tag der Deutschen Einheit am 2. und 3. Oktober in Schwerin sein. Seien Sie herzlich willkommen in unserer schönen Landeshauptstadt!"
Die nationale Seite des 2-Euro-Stücks zeigt die Stadtansicht des Schweriner Wahrzeichens. Dafür arbeitete der Berliner Künstler Heinz Hoyer detailliert den Blick von der Schlossbrücke nach. Auf der gemeinsamen europäischen Seite der Münze sind die Umrisse Europas und der Wert des Geldstücks zu sehen. In den Münzrand ist die Inschrift "Einigkeit und Recht und Freiheit" eingeprägt. Im Laufe des Jahres bringt die Bundesbank 30 Millionen Exemplare der "Mecklenburg-Vorpommern"-Münze in Umlauf. Sie ist offizielles Zahlungsmittel in 13 Euro-Ländern.
Die Gedenkmünze mit dem Schweriner Schloss gehört zu der Serie "Bundesländer". Die nationale Seite zeigt jeweils ein bekanntes Bauwerk des Bundeslandes, das den Vorsitz im Bundesrat innehat. Das Lübecker Holstentor bildete im vergangenen Jahr den Auftakt. 2008 folgt die Hamburger Michaeliskirche.
Das Schloss gehört zu den bedeutendsten Bauten des europäischen Historismus. Es erhielt seine jetzige Gestalt im 19. Jahrhundert. Das Wahrzeichen der Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns liegt malerisch auf einer kleinen Insel im Schweriner See. Wo einst die Herzöge von Mecklenburg residierten, arbeiten heute der mecklenburg-vorpommersche Landtag und seine Fraktionen. Außerdem befindet sich im Schloss ein Museum. Ein Besuchermagnet ist u.a. der prunkvolle Thronsaal.