Der Schweriner Landtag hat in seiner Sitzung am Mittwoch (7.7.) die Gesetze für eine Verwaltungsreform verabschiedet. Mit der Reform sollen die Strukturen der öffentlichen Hand umfassend modernisiert werden. Im Ergebnis der Kreisstrukturreform wird die Zahl der Kreise in Mecklenburg-Vorpommern von zwölf auf sechs und die der kreisfreien Städte von sechs auf zwei reduziert. Die Hansestadt Rostock und die Landeshauptstadt Schwerin bleiben kreisfrei. Parallel sollen im Zuge einer Funktionalreform Aufgaben zum Beispiel im Natur- und Immissionsschutz vom Land auf die neuen Kreise übertragen werden. Innenminister Lorenz Caffier (CDU) sagte abschließend zur Sitzung: "Ich erwarte jetzt von den zukünftigen Kreisstädten einen fairen Umgang und insbesondere die Berücksichtigung der Verwaltungsstandorte in den Städten, die ab 2011 nicht mehr Kreisstadt sein werden".
"Es ist besser, die knapper werdenden Mittel für Familien und Kinder, für Wirtschaft und Arbeitsplätze und für Bildung einzusetzen als für eine zu große Verwaltung. Das ist die richtige Schwerpunktsetzung auf dem Weg zu einer Zukunft aus eigener Kraft", sagte Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) vor der Abstimmung des Landtags. "Wir straffen die Verwaltung. Wir stärken die kommunale Selbstverwaltung, indem wir zukunftsfähige Strukturen schaffen und Aufgaben übertragen. Und wir sparen bei den Verwaltungsausgaben." Nach unterschiedlichen Gutachten seien Einsparungen von etwa 50 Millionen Euro jährlich möglich.
Die folgenden Landkreise soll es künftig geben:
Quelle: Staatskanzlei, Innenministerium, dpa