10.08.2007 - Die Themen- bzw. Ferienstraßen in MV verbinden sehenswürdige Objekte verschiedener Regionen miteinander. Sie sind in eine bestimmte Thematik eingebettet und gelten als Geheimtipp für Rucksack-Touristen, Abenteurer und Radler. Historischen Zusammenhängen wird auf den Pfaden der "Schwedenstraße", der "Oranier-" und "Königin-Luise-Route" nachgegangen. Die "Deutsche Alleenstraße" und die "Vorpommersche Dorfstraße" zeigen die idyllische Landschaft von MV.
Unterteilt in die Ost-, West- und Küstenroute führt die Schwedenstraße durch malerische Orte und Landschaften Mecklenburg-Vorpommerns. Im Rahmen der Themenstraße kann man u. a. das Museum im Steintor in Anklam besichtigen, die historischen Rathäuser in Greifswald, Stralsund und Gadebusch, den alten Wasserturm und den Fürstenhof in Wismar oder die Stadtmauer im brandenburgischen Wittstock.
Die historische Verflechtung Schwedens und Mecklenburg-Vorpommerns beginnt zu Zeiten des 30-jährigen Krieges von 1618 bis 1648. Damals besetzten die Schweden die Insel Usedom. Unter König Gustav Adolf eigneten sie sich weite Teile Pommerns an. Obwohl das Land, z. B. durch die deutsche Rechtsprechung, weitestgehend autonom blieb, galt Stockholm als Regierungssitz.
Die schwedische Vorherrschaft endete Anfang des 19. Jahrhunderts mit den Napoleonkriegen.
Die Vorpommersche Dorfstraße ist eine Verbindung von sieben Gemeinden entlang der Peene. Gemeinsam werden Naturreichtum und Landschaftsidylle für den Tourismus in MV genutzt.
Die Orte können mit dem Auto, mit dem Rad, mit dem Boot oder zu Fuß erkundet werden. Vielfältige Routenmöglichkeiten sind vorhanden. So kann man sich beispielsweise "Auf den Spuren der Wikinger" bewegen oder "Wälder, Schlösser und Musik" erleben.
Im Gebiet der Vorpommerschen Dorfstraße gab es einen häufigen Herrschaftswechsel. Viele Bauten erinnern noch heute an die Schweden, die hier über 100 Jahre ihre Macht ausübten.
www.vorpommersche-dorfstrasse.de
Auf 2.500 km wird auf der deutschen Alleenstraße die Ostsee mit dem Bodensee verbunden. Die Themenstraße ist in acht Teilrouten eingebettet, die die Landschaften einzelner Regionen unterstreichen.
Insgesamt 15 mecklenburgische Orte werden auf der ersten Route passiert. Von prächtigen Alleen gesäumt geht es von Rügen über Stralsund und Demmin nach Neustrelitz. Im weiteren Verlauf folgen u. a. Kulturstädte wie Dresden oder Goslar, Mittelgebirgslandschaften, malerische Städte entlang dem Rheinufer und die Region rund um den Schwarzwald.
Zusätzlich verweist die deutsche Alleenstraße auf den Schutz der Alleen in der Bundesrepublik. Auch die Verkehrssicherheit solcher Straßen soll durch Aufklärung des ADACs so erhöht werden.
Neben Berlin und Brandenburg ist auch MV ein Teil der Königin-Luise-Route. Die Orte Mirow, Neustrelitz und Hohenzieritz sind wichtige Schlüsselpunkte des historischen Pfads auf den Spuren von Königin Luise.
Prinzessin Luise Auguste Wilhelmine Amalie von Mecklenburg-Strelitz wurde 1776 in Hannover geboren. Neustrelitz gilt als Hauptresidenz des Adelsgeschlechts, Mirow als Nebenresidenz und Witwensitz. Schloss Hohenzieritz war der Sommersitz der Familie. Hier starb Luise im Jahr 1810.
Königin Luise von Preußen ging vor allem als Wegbereiterin der preußischen Reformen von 1807 in die Geschichte ein. Sie stand ihrem Mann König Friedrich Wilhelm als politisch kluge Beraterin stets zur Seite und verhandelte mit Feldherr Napoleon furchtlos über den Tilsiter Frieden.
Oranien-Nassau ist eines der ältesten und bekanntesten Fürstenhäuser in Europa. Seit Jahrhunderten übt es großen Einfluss auf Politik und Gesellschaft aus. Die 2.400 km lange Oranier-Route führt durch 28 Städte in Deutschland und in den Niederlanden. Den Anfang macht Amsterdam.
Schwerin ist der einzige Punkt der Route in MV. Herzog Heinrich von Mecklenburg-Schwerin wurde 1876 im Schloss der Landeshauptstadt geboren. Er heiratete später die niederländische Königin Wilhelmina.
Die Oranierroute ist vor allem für eine Radtour mit der ganzen Familie geeignet. Natur, Kultur und Bildung vereinen sich hier. Ein Teil der Oranier-Route gehört zum Weltkulturerbe.